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Presse

Forscher am Bach
©Jakob Walcher

Erfolgreiche Wiederansiedlung des Steinkrebses im Naturpark Ybbstal

Im Naturpark Ybbstal ist ein bedeutender Beitrag zum Schutz des heimischen Steinkrebses gelungen. Die bedrohte Art wurde erfolgreich in den Oberläufen des Urnbaches angesiedelt, nachdem Tiere aus einer stabilen Spenderpopulation sorgfältig entnommen und in geeignete Gewässerabschnitte umgesetzt wurden. Diese Bereiche bieten optimale Bedingungen hinsichtlich Struktur, Temperatur und Wasserqualität.

Ein Netzwerk stabiler Bestände entsteht

Durch die Besiedelung mehrerer Zubringerbäche wird ein Netz voneinander unabhängiger Steinkrebspopulationen aufgebaut. Diese Struktur erhöht die Widerstandsfähigkeit der Gesamtpopulation gegenüber Krankheiten, klimatischen Veränderungen und anderen Störfaktoren.

Management der invasiven Signalkrebse

Parallel zur Wiederansiedlung wurde das Monitoring der im Urnbach vorkommenden Signalkrebse intensiviert. Regelmäßige Reusenkontrollen und das konsequente Abfischen helfen, den Druck auf die heimische Art zu reduzieren und ihre Entwicklung langfristig zu unterstützen.

„Ein wichtiger Schritt für den Artenschutz im Ybbstal“

Projektleiter und Naturpark-Manager Dr. Ronnie Walcher zeigt sich erfreut über die positiven Fortschritte:
„Die gezielte Wiederansiedlung des Steinkrebses zeigt, dass Artenschutzmaßnahmen im Ybbstal nachhaltig wirken können. Die bisherigen Ergebnisse stimmen uns sehr optimistisch.“

Weitere Schritte

Auch in den kommenden Jahren werden Bestandskontrollen durchgeführt, um die Entwicklung der neuen Populationen zu beobachten und den langfristigen Erfolg der Maßnahme sicherzustellen. Damit leistet der Naturpark Ybbstal einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser wertvollen heimischen Art.

Mit Unterstützung des Biodiversitätsfonds, finanziert von der Europäischen Union – NextGenerationEU und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.

Naturvermittlerin
©Naturpark Ybbstal

Was lebt im und um den Bach? Die Naturpark- Kinder wissen Bescheid!

Allhartsberg. 45 Kinder aus den Landeskindergärten St. Leonhard, Böhlerwerk und Allhartsberg tauchten am österreichweiten Aktionstag der Naturpark-Bildungseinrichtungen in die faszinierende Welt des Wassers ein. Anlass war der Internationale Tag der biologischen Vielfalt – heuer ganz im Zeichen des Wassers als Lebensgrundlage für Mensch, Tier und Pflanze.

Der Naturpark Ybbstal lud zu diesem Anlass an den Ödelbach in Allhartsberg – eine Gemeinde, die im Zuge der geplanten Erweiterung bald Teil des Naturparks Ybbstal sein wird. Umrahmt vom Zwitschern der Vögel, dem Plätschern des Baches und dem Rascheln der Blätter verbrachten die Kinder einen Tag voller Naturerlebnisse und Entdeckerfreude.

Mit Gummistiefeln auf Entdeckungsreise

Ronnie Walcher vom Naturpark Ybbstal hatte Lupen, Bücher und Kescher vorbereitet – und die Kinder verstanden die Einladung sofort: Neugierig und ausgerüstet mit Gummistiefeln begaben sie sich auf eine spannende Expedition durch den Auwald und in den Bach. Dort wimmelte es nur so von Leben: Insekten, Schnecken, Spinnen – und zur großen Freude der Kinder sogar Egel und Molche.

Am Ufer wartete ein besonderes Highlight: Ein Fischotter hatte sich „versteckt“ und durfte von den Kindern entdeckt und gestreichelt werden. Bernadette Pree vom Naturpark Ybbstal erzählte Wissenswertes über das Leben am und im Wasser – und beantwortete geduldig alle Fragen der kleinen Naturforscher. Zwischendurch sorgte ein vorbeihüpfender Grasfrosch für große Aufregung – ein Naturerlebnis der besonderen Art.

Der Steinkrebs als bleibende Erinnerung

Zum krönenden Abschluss durfte jedes Kind eine eigene Medaille gestalten – mit tatkräftiger Unterstützung von Georg Brenn vom Naturpark Ybbstal. Es wurde gesägt, geschliffen, gebohrt und gefädelt – und als Erinnerung an diesen besonderen Tag durfte

der heimische Steinkrebs mit einem Stempel verewigt werden. So nehmen die Kinder nicht nur ein kreatives Andenken mit nach Hause, sondern auch viele neue Eindrücke davon, wie kostbar und schützenswert unsere heimische Natur ist.

Natur bewusst erleben

„Es ist so wichtig, dass die Kinder viel draußen sein dürfen und die Natur erleben. Es ist eine Freude, die Kinder so fröhlich hier sehen zu dürfen“ sagt auch Leopold Kromoser, Vizebürgermeister aus Allhartsberg. Gemeinsam mit gGR Maria Pflügl aus Sonntagsberg hat er die Kinder besucht und sie ein Stück durch den Tag begleitet.

Mit Projekten wie diesem fördern die Naturpark-Schulen und -Kindergärten spielerisch den Zugang zur Natur. In Österreich besuchen rund 15.000 Kinder in über 300 Einrichtungen Naturpark-Angebote – und entdecken so den Wert unserer natürlichen Lebensgrundlagen mit allen Sinnen.

Weitere Informationen:

zum Aktionstag 2025: https://www.naturparke.at/schulen-kindergaerten/aktivitaeten/aktionstag/hazweio-2025

zu Naturpark-Schulen und -Kindergärten: www.naturparke.at/schulen-kindergaerten

Kind bastelt
©Naturpark Ybbstal

Tag der Artenvielfalt 2025 in Opponitz

Landschaften voller HaZweiO – Natur erleben am Aktionstag der Naturpark- Bildungseinrichtungen

Rund 120 Kinder aus Waidhofen an der Ybbs, Opponitz und Ybbsitz tauchten am österreichweiten Aktionstag der Naturpark-Schulen und -Kindergärten in die faszinierende Welt des Wassers ein. Anlass war der Internationale Tag der biologischen Vielfalt – heuer ganz im Zeichen des Wassers als Lebensgrundlage für Mensch, Tier und Pflanze.

Abenteuer entlang der Ybbs

Der Naturpark Ybbstal lud die Kinder zum Badeplatz beim Ochsenloch in Opponitz, wo ein spannendes Naturerlebnis auf sie wartete:
Im Auwald wartete eine besondere Überraschung: Ein Fischotter hatte sich versteckt und durfte von den Kindern neugierig entdeckt und gestreichelt werden. Naturvermittlerin Simone Riegler-Tauer beantwortete geduldig alle Fragen rund um das spannende Tierleben am und im Wasser.

Ein weiteres Highlight: Die Fischer aus Opponitz, allen voran Franz Rosenberger, und Naturvermittlerin Susanne Kefer gaben Einblicke ins Fliegenfischen. Die Kinder bestaunten mit großen Augen die professionelle Ausrüstung und die mitgebrachten Regenbogen- und Bachforellen – und durften die Fische sogar vorsichtig berühren.

Mit Ronnie Walcher vom Naturpark Ybbstal ging es anschließend auf eine spannende Entdeckungstour durch den Auwald und über die Schotterbank – dort wimmelte es nur so von Insekten, Schnecken und Spinnen.

Ein besonderes Erlebnis bot Gewässerökologe Samuel Auer, der den Kindern Signalkrebse zeigte – eine invasive Art aus Nordamerika, die heimische Steinkrebse mit der tödlichen Krebspest infizieren kann. Die Kinder lernten dabei, wie wichtig es ist, keine Tiere in freier Natur auszusetzen.

Zum Abschluss durfte jedes Kind mit Unterstützung von Vertretern der Region – darunter Naturparkobmann und Vizebürgermeister aus Waidhofen an der Ybbs Mario Wührer, Bürgermeister aus Opponitz Hans Lueger und Stadtförster Georg Brenn – eine eigene Medaille gestalten.

Natur bewusst erleben

Mit Projekten wie diesem fördern die Naturpark-Schulen und -Kindergärten spielerisch den Zugang zur Natur. In Österreich besuchen rund 15.000 Kinder in über 300 Einrichtungen Naturpark-Angebote – und entdecken so den Wert unserer natürlichen Lebensgrundlagen mit allen Sinnen.

Weitere Informationen:

zum Aktionstag 2025: https://www.naturparke.at/schulen-kindergaerten/aktivitaeten/aktionstag/hazweio-2025