Winklarn

Geschichte

Die Geschichte der Gemeinde Winklarn im niederösterreichischen Mostviertel reicht weit zurück. Funde von 19 Grabhügeln deuten auf eine Besiedlung bereits in der Bronzezeit um 1600 v. Chr. hin. Urkundlich wurde der Ort erstmals 1234 als „Capella Winchelaren“ in Zusammenhang mit dem Kloster Erla erwähnt. 
Die enge historische Verbindung zur Ybbs prägte das Leben der Bewohner maßgeblich. Der Fluss war nicht nur Lebensader, sondern auch zentraler Wirtschaftsfaktor. Über Jahrhunderte war die Ybbs ein wichtiger Transportweg, besonders für die Flößerei, um Holz aus dem Hinterland in den Donauraum zu bringen. Auch Fischerei und die Beweidung der flussnahen Auen spielten in der landwirtschaftlich strukturierten Gegend eine wichtige Rolle. 
Ein markanter Wendepunkt in der jüngeren Geschichte war der 1. Jänner 1972, als die Gemeinden Dorf Haag und Winklarn zusammengeschlossen wurden. Heute präsentiert sich die Gemeinde als moderne, familienfreundliche Gemeinde, die ihre Ybbs-nahe Lage als Naherholungsgebiet nutzt.

Geographie, Geologie und Naturraum

Winklarn liegt im niederösterreichischen Mostviertel, südwestlich von Amstetten, und erstreckt sich auf einer Seehöhe von ca. 291 m. Geographisch gliedert sich das Gebiet in eine flache, agrarisch genutzte Niederung im Norden (Ybbsfeld) und eine sanft hügelige Höhenzone im Süden. 
Geologisch befindet sich Winklarn im Übergangsbereich der Böhmischen Masse zu den Alpen. Die Landschaft ist maßgeblich durch Ablagerungen des Tertiärs geprägt. Südlich, in Richtung des Ybbstales, dominieren Ablagerungen der Flyschzone und der Molasse (Sandstein), welche die sanfte Hügellandschaft formen. 
Obwohl die Ybbs nicht direkt durch das Ortszentrum fließt, prägt der Unterlauf des Flusses das nordöstlich angrenzende Ybbsfeld. Das Naturraumbild ist ein klassisches niederösterreichisches Kulturland mit fruchtbaren Böden, Grünland und Waldanteilen in den höheren Lagen. Die Gemeinde ist durch ihre verkehrsgünstige Lage im Mostviertel ein Bindeglied zwischen dem Ybbstal und dem Donautal.

Was macht die Naturparkgemeinde so besonders?

Nähe Ybbstalradweg, Naturerholungsgebiet Ybbswiese, …. 
Eine lebenswerte Gemeinde im Herzen des Mostviertels direkt bei Amstetten, besticht durch die idyllische Lage an der Ybbs und ihre hohe Lebensqualität. Besonders hervorzuheben ist die enge Verbindung zur Ybbs, die den Ort prägt: Ein unberührter Flussabschnitt lädt mit weitläufigen Schotterbänken zum Verweilen ein. Diese naturbelassenen Uferbereiche machen die Gemeinde zu einem Paradies für Angler, die hier in der oft als "Fischerparadies" beschriebenen Flusslandschaft ihrem Hobby nachgehen können. Die malerische Landschaft, geprägt durch die sanften Übergänge des Ybbsfeldes, bietet zudem eindrucksvolle Konglomeratfelsen, die typisch für die Geologie der Region sind. Als "familienfreundliche Gemeinde" bietet Winklarn zudem eine hohe Lebensqualität, gepflegte Infrastruktur und eine aktive Kulturszene. Ein besonderes Highlight ist die über 50-jährige Partnerschaft mit der gleichnamigen Gemeinde in der Oberpfalz.

Spannendes aus Winklarn

  • Winklarn ist die Urpfarre des Mostviertels: Die Pfarrkirche Winklarn geht auf eine der ältesten Pfarren der Region zurück, mit einer ersten urkundlichen Erwähnung einer Schenkungsurkunde vom 23. September 837.
  • Römische Spuren: Am Turm der Pfarrkirche sind römische Reliefs mit Weinranken eingemauert, die auf das sehr hohe Alter der Besiedlung hinweisen.
     

Winklarn

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